Tipps und Gedanken


Zwei Möglichkeiten

Letztlich war ich bei einem Konzert in einer Veranstaltungshalle. Klare Vorgabe war, dass nur Handtaschen in Größe Din A4 mit rein dürfen. Wer das im Vorfeld nicht mitbekommen hat, hat die Möglichkeit seine Tasche abzugeben. Ok, die Situation kann man in dem Moment sicherlich nicht ändern. Man hat dann zwei Varianten von Menschen. Entweder fangen die Menschen an, sich zu ärgern, werden laut, beschimpfen die Sicherheitskraft an der Tür und verderben SICH mit ihrer schlechten Laune, dann den Abend, der eigentlich doch so entspannt und schön sein sollte. Oder sie sind wie ich und nehmen Dinge, die nicht zu ändern sind einfach dann in dem Moment so hin. Machen das Beste draus, lachen drüber und versuchen beim nächsten Mal an die Handtaschen Größen Vorgabe zu denken.

Zwei Wölfe

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: “Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.”

“Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?” fragte der Junge.

“Der Wolf, den ich füttere.” antwortete der Alte.

Quelle unbekannt,
aus dem Englischen übersetzt

 

Fragezeichen

Geht es ihnen auch so? Wie oft laufe ich durch die Gegend, sehe ein bekanntes Gesicht und was fällt mir ein? Nichts! Weder der Name, noch wo ich den Menschen „hinstecken“ soll. Was mach ich dann? Ich winde mich wie ein Aal. Bin freundlich und oberflächlich. Dann sind die Unterhaltungen in etwa so: „ Oh, schön, dass man sich mal trifft. Wie geht es denn? Ah, ja danke, mir auch. Viele Grüße….“ Schrecklich, aber man mag sich ja auch nicht outen und fragen:“ Sag mal, woher kennen wir uns?“ Könnte peinlich werden! Scheinbar sind mir Namen und Gesichter nicht so wichtig. Erzählt mir aber jemand ein paar Worte von „seiner Geschichte“, dann bin ich ganz schnell auf Kurs und interessiert. Vielleicht haben wir alle nur bedingt Platz im Kopf und jeder nutzt den auf seine Weise.

Hoffnung

Irgendwie geht es uns doch allen so, oder? Der Jahreswechsel hat etwas Magisches auch wenn man es ungern zugibt. Wir hoffen das irgendwas besser wird oder zumindest so bleibt wie es ist. Die Gesundheit, die Figur, der Job, die Beziehung? Der Traumpartner soll an der Tür klingeln?  Uns allen fällt bestimmt eine ganze Menge ein. Hoffnung zu haben ist zwar schön, aber sie reicht nicht. Man muss auch etwas dafür tun. Ängste überwinden, Entscheidungen treffen, für Veränderung bereit sein und in kleinen Schritten umsetzen. Wir haben ja jetzt wieder ein ganzes Jahr lang Zeit dafür ;-)

Ein Auge zukneifen

Gerade ist mir dieses Zitat irgendwo über den Weg gelaufen:

Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht so genau hinsehen!“

Ist das das Zitat des Tages, der Woche oder womöglich des ganzen Lebens?

Vielleicht hätten wir alle viel weniger Probleme, wenn wir nicht ganz so streng miteinander wären und ab und zu einfach ein Auge zukneifen würden.

Das kann gerade in der Weihnachtszeit ganz hilfreich sein ;-)

Kalender

Laufen Sie auch ständig gehetzt durch die Gegend? In zwei Stunden mindestens 25 Sachen schaffen. Alles erledigen, damit irgendwann alles geschafft ist und man dann die Ruhe genießen kann. Guter Plan, klappt nur häufig nicht. Meistens ist man dann leider so kaputt, dass sofort die Augen zufallen. Ich kenne das! Mein Rezept dagegen ist ein gut geführter Kalender. Jeder wie er möchte, egal ob online oder mit Hand geschrieben. Ich bevorzuge die Stift und Papier Form. Es geht schon damit los, dass ich mir Ende des Jahres ein wunderschönes Exemplar für die Tasche leiste. Da geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich ihn in die Hand nehme. Der darf ruhig einen Euro mehr kosten und erfreut mich dafür 365 Tage lang. Somit sind einzutragende Termine schon mal nicht mein Feind. Ich achte akribisch auf die Pufferzeiten zwischen den Terminen. Weil erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wer sich besonders Mühe geben möchte, trägt schöne Termine mit anderer Farbe ein. So hat man auf den ersten Blick was zum drauf freuen. Verabreden Sie sich mal mit sich selbst und tragen das als festen Termin ein. Eine Freundin würden sie auch nicht versetzten, also halten Sie auch mit sich die Verabredung ein. Und ein ganz wichtiger Vorteil, sie sehen auf den ersten Blick: wenn voll dann voll. Dann kann man mit gutem Gewissen sagen: „ Ich würd ja gern, aber ich kann leider nicht!“

Momente

Man kann zu jedem Moment des Lebens immer nur eine Sache tun, und man kann auch nur an einem Ort auf der Welt sein. Auch wenn es gefühlte 1000 Möglichkeiten gibt. Immer muss man da Entscheidungen treffen. Oberstes Kriterium sollte da sein: Was tut mir grad gut? Es ist OK, wenn ich mal wieder den ganzen Sonntagnachmittag mit einem Buch auf dem Sofa gelümmelt habe. Auch wenn ich durch Facebook und den Status bei Whats App darüber informiert werde, dass scheinbar alle anderen Menschen oder zumindest mein Freundeskreis irgendwo aktiv waren. Die Kunst dabei ist nur, eine Entscheidung zu treffen und dann ohne schlechtes Gewissen zu genießen. Aufhören mit dem denken: „Ach, hätte ich doch lieber…“

Perfekte Menschen

Mir sind Menschen, die immer alles im Griff haben ein bisschen unheimlich. Wenn ich auf einen von der Sorte treffe ( die laufen ja überall rum), dann fühle ich mich gleich ein wenig schlechter.

Die sehen toll aus. Sie tun natürlich auch alles dafür. Nach einem langem Arbeitstag noch voller Elan ins Fitnesscenter. Dann eben noch im Supermarkt Bio eingekauft und schnell was Gesundes gekocht. Immer gut drauf. Nebenbei machen sie Karriere und am Wochenende sind sie natürlich aktiv und liegen nicht auf dem Sofa rum. Bestimmt sind die auch noch Granaten im Bett. Oder?

Ist das vielleicht alles Fassade? Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Mir sind aber auf jeden Fall die weniger perfekten viel lieber. Menschen mit Ecken und Kanten und ihren Unzulänglichkeiten. Menschen, die auch mal über sich selber lachen können.

Ein paar Beulen im Lack machen zwar nicht hübscher, aber wesentlich liebenswerter.

Mit der Faust auf den Tisch

Wer kennt sie nicht, diese Situationen in denen man sich über eine Behörde, den Telefonanbieter oder die Autowerkstatt ärgern muss. Von guten Bekannten bekommt man dann schnell mal Ratschläge. Sowas wie: „ da musst du mal laut werden oder da musst du mal mit der Faust auf den Tisch hauen!“ Noch schlimmer: „ Da musst du mit dem Anwalt drohen!“ Ich selber war jahrelang in der Kundenberatung tätig. Leider ist es wirklich oftmals so, dass genau diesen Kunden, die laut werden und drohen zuerst geholfen wird. Einfach um sie los zu werden. Die netten, ruhigen, die dürfen ruhig noch länger warten..Wie würde sich doch unsere Gesellschaft verändern, wenn wir mal genau das Gegenteil täten und die Lauten nicht beachten?

Was das Herz berührt

Gestern hatte ich die Möglichkeit einem Sinfoniekonzert zu lauschen. Nicht, dass ich mich da besonders auskenne, eher das Gegenteil ist der Fall.Was mir aber aufgefallen ist, mit welcher Inbrunst, Hingabe und Liebe die Musiker ihr Instrument spielen. Ich denke während des Konzerts waren sie zu 100 % bei sich. Nun hat sicherlich nicht jeder die Möglichkeit sein Talent auch zum Beruf zu machen. Wir sollten aber versuchen in unserem Leben Zeiten für unsere Interessen und Begabungen zu lassen. Oftmals denken wir: Ach irgendwann mache und lebe ich…Nein, jetzt! Und wenn es nur ein Mal in der Woche oder im Monat ist. Etwas tun, was unser Herz berührt und bei dem wir alles andere vergessen können.