Tipps und Gedanken


Jeder so, wie es ihm gut tut

Gerade eben habe ich meine Kündigung im Fitnesscenter abgegeben. Ich hatte mich angemeldet, weil sooo viele Leute zur Fitness gehen und die können sich doch nicht alle irren! Außerdem kann mein Körper es wirklich gut gebrauchen mal bewegt zu werden. Sicherlich ist es auch für ganz viele Menschen super toll sich auf diese Art fit zu halten. Nur leider halt nicht für mich!

Das ist genau das Geheimnis, warum so viele hoch motiviert starten und dann nach relativ kurzer Zeit eine Ausrede nach der anderen für sich erfinden. Sie haben das gemacht, was andere machen. Haben einfach noch nicht den Sport gefunden, der ihr Herz berührt. Auf den man sich freut und bei dem nicht gefordert ist, die mangelnde Disziplin zu bekämpfen, sondern Freude und Spaß geweckt wird. Diese Einsicht gilt auch für ganz viele andere Bereiche des Lebens. Nicht indem ich nachmache was alle machen werde ich glücklich, sondern ich muss durch ausprobieren rausfinden, was für mich genau das Richtige ist. Ich versuche es jetzt mal mit walken…

Leben und sterben

Der Vater einer guten Freundin lag im Sterben, als ich auf diesem Waldweg unterwegs war. Da kam mir der Gedanke, dass der Weg wie das Leben ist. Er besteht aus hellen und dunklen Momenten. Selbst wenn wir wollten, können wir nicht lange im Sonnenstrahl stehen bleiben. Die Erde dreht sich, darum wandern die Sonnenstrahlen und schon wieder stehen wir im Schatten. Das heißt: wir können nicht in der Sonne stehen bleiben, sondern müssen den Weg weitergehen. Voller Neugier, was vielleicht Tolles da hinten, im noch helleren Licht, auf uns wartet.

Leere im Kopf

Im „normalen“ Leben hab ich manchmal das Gefühl 5 Gedanken zur gleichen Zeit im Kopf zu haben. Immer erreichbar. Handy immer in Greifweite. E-Mails checken, whats appen und nicht womöglich weltbewegende Neuigkeiten bei facebook verpassen.

Im Urlaub hab ich mich mal ganz bewusst einer kleinen Entziehungskur unterzogen. Plötzlich war der Kopf wieder frei. Manchmal nur ein Gedanke und oftmals gar keine. Leere im Kopf. Wie angenehm! Ich werde versuchen ab jetzt auch im Alltag mal solche Pausen einzulegen.

 

Selbstversuch

Na, haben sie Lust auf einen kleinen Selbstversuch? Dann beobachten sie sich von jetzt an mal 2-3 Stunden. Wie oft haben sie negative Gedanken? Das kann ganz schön erschreckend sein…..

Und wir wundern uns, dass wir oft schlechte Laune haben?!

Wir denken negativ über uns (wie sehe ich heute bloß wieder aus? Warum stelle ich mich so doof an?)

Wir denken negativ über Situationen (hier sei der berühmte Toast, der immer auf die Marmeladenseite fällt, erwähnt).

Aber am aller häufigsten denken wir negativ über unsere Mitmenschen: Warum macht der das jetzt

so und nicht anders? Warum sagt der das? Warum sagt der nichts? Warum fährt der so bekloppt Auto? Und so weiter.

Bekanntlich können wir andere Menschen nun mal nicht ändern ( schön wäre es ja ;-) ).

Versuchen sie mal ihre negativen Gedanken in positive umzuwandeln. Deshalb muss man nicht gleich alle Mitmenschen lieben! Aber wenn jemand sie ärgert, können sie sich denken:

Hm, der kann jetzt wohl nicht anders, sein Problem, nicht meins! Meine Laune lasse ich mir von dem jetzt aber nicht verderben.

Schubladen denken

Letztes Wochenende war ich bei Bekannten zu einer großen Familienfeier eingeladen. Nachdem ich so richtig lecker gegessen hatte, habe ich mir die anderen Gäste mal genauer angesehen. Da waren vier junge Leute. Alle sahen irgendwie komisch aus, ungewöhnlich gekleidet. Die vier waren auch total isoliert von der restlichen Gesellschaft und haben sich nur miteinander unterhalten.

Erst wollte ich mich von dem Desinteresse der Allgemeinheit anstecken lassen und die jungen Leute ignorieren. Da ich aber eine scheinbar angeborene Neugier habe, musste ich die eine junge Frau ansprechen. Ich hab einfach gefragt, ob ihre Garderobe irgendwas Besonderes darstellt und ob sie zu einer Gruppe gehören.

Mit einem Mal wurde ich mit Infos überschüttet und die jungen Leute haben mir voller Begeisterung erzählt. Das war ihr Thema!

Was hat mir das mal wieder gezeigt? Wir neigen ja alle dazu unsere Mitmenschen in Schubladen zu stecken. Der ist langweilig, doof, arrogant oder was auch immer. Manchmal hilft es ein klein wenig Interesse am anderen zu zeigen, um das bereits gemachte Bild zu verrücken, oder die Schublade einfach noch mal auf zu machen.

Manchmal ist es schwer

Beim Flug in den Urlaub ist es mir mal wieder klar geworden. Dumme Menschen, die dazu noch eine große Fresse haben, sind für mich furchtbar schwer zu ertragen. Der Gedanke, womöglich mit denen zusammen nach einem Absturz auf einer einsamen Insel mein restliches Leben zu verbringen macht mir Angst! Nun bin ich aber in dem Flugzeug mit diesen Leuten für eine bestimmte Zeit gefangen gewesen. Oberstes Gebot: Ich kann die anderen nicht ändern! Leider kann ich auch nicht einfach so aussteigen. Es bleibt mir nur, wie so häufig im Leben meine Einstellung zu verändern. Einfach versuchen weg zu hören, ablenken mit Musik oder lesen. Auf keinen Fall sollten diese Großhälse die Macht haben, meine gute Laune in schlechte zu verwandeln.

Glücklichsein zulassen

In meinem letzten Urlaub hab ich mich mal umgesehen. Da saßen die deutschen Touristen. Vollgefuttert vom Abendbuffet mit leckerem Cocktail vor sich und warteten nun freudlos darauf, dass ihnen jetzt ein Abendprogramm geboten wurde, damit sie bespaßt wurden. Die einzigen, die wirklich gut drauf waren, waren die spanischen Bedienungen. Die mussten richtig ackern und sind dennoch singend zwischen den Tischen durch. Natürlich kann man sagen: Die haben halt eine andere Mentalität. Man kann aber auch sagen: Es liegt an jedem selbst, was er aus der Situation macht und wieviel Glücklichsein er sich erlaubt.

Schönes Leben

Es gibt da noch eine Sache, die ich nicht verstehe. Warum reden sich viele Menschen ihr Leben schön? Niemals würden sie zugeben, dass der Urlaub total verregnet und super langweilig war. Obwohl sie tot unglücklich im Job sind, verkaufen sie sich anderen gegenüber so, als wäre die Firma ohne sie aufgeschmissen.In den Familien ist natürlich immer eitel Sonnenschein. Die Kinder sind alle hochbegabt. Zu Hause streiten die Ehepaare wie die Kesselflicker und wandern dann Hand in Hand durch den Ort. Warum machen Menschen das? Ist es wegen der anderen Leute? Es sollte einem doch eigentlich egal sein, was die denken. Ich meine eher, der Grund könnte sein: wenn man sich lange genug was vormacht, dann glaubt man es womöglich irgendwann selber. Es vereinfacht das Leben. Man muss nicht mehr darüber nachdenken, ob man das wirklich so will und glücklich ist. Vor allen Dingen schützt es vor Veränderung. Es geht mir schlecht, aber da weiß ich zumindest was ich habe….

Die Meinung der anderen

Mein Lebensgefährte hat Eintrittskarten für ein Footballspiel gewonnen. Na, wenn man schon mal gewinnt, dann aber hin! Wir haben beide nicht viel Ahnung von den Spielregeln. Was mir aber sehr aufgefallen ist, wie harmonisch die Stimmung war. Ein großes Familienfest. Die gegnerischen Fans sind mit Trommeln und Trompeten mitten durch die heimischen Fans gelaufen. Vor und nach dem Spiel haben alle zusammen an den Ständen ihr Bier getrunken. Warum können wir Menschen nicht immer so sein? Laut unsere Meinung vertreten. Auch absolut hinter unserer Meinung stehen, aber die Meinung der anderen genauso akzeptieren, nicht versuchen den anderen zu ändern und friedlich miteinander leben. Dann wäre unsere Welt genauso schön, im kleinen wie im großen, wie an diesem Sonntagnachmittag

Den Moment genießen

Gestern Morgen hab ich seit einer gefühlten Ewigkeit endlich meine Walkingstöcke mal wieder zur Hand genommen und bin eine große Runde gegangen. Ca. die Hälfte der Strecke war ich damit beschäftigt mir darüber Gedanken zu machen, wann ich endlich glücklich sein werde. Wenn meine Internetseite nach schrecklich langer Zeit mal fertig wird. Wenn ich ab jetzt meinen Hintern mal öfter bewege, um dann ein paar Kilo abzunehmen. Wenn, dann…

Irgendwann hat es „klick“ gemacht und ich hab mich gefragt, was tust du hier eigentlich? Ich bin stehen geblieben. Hab inne gehalten und meinen Blick in die Natur schweifen lassen und die Sommersonne auf der Haut gespürt. War dankbar, dass ich mit gesunden Beinen so durch die Gegend streifen kann. Auf jeden Fall stellte sich da bei mir ein absolutes Glücksgefühl ein. Wir sollten einfach ab und zu den Moment genießen und so dem Glück auch mal eine Chance lassen.