Tipps und Gedanken


Etwas mürrisch

Wir kennen sie alle, diese Mitmenschen… Wenn sie den Raum betreten schlägt die Stimmung um. Diese ewig mürrischen und unzufriedenen. Früher meinte ich immer den Grund der schlechten Stimmung ergründen zu müssen. War ich womöglich Schuld? Hab ich irgendwas Falsches gesagt oder getan? Ruck zuck überträgt sich die schlechte Stimmung auf einen selbst und man bekommt Bauchschmerzen. Es zieht einen runter und kostet alle Energie. Heute ziehe ich mir den Schuh nicht mehr an. Sollte ich tatsächlich Ursache der Missstimmung sein, dann ist es an dem anderen mir zu sagen, was ihm nicht passt. Dann kann man immer noch gucken, wie man mit der Situation umgeht. Ich ziehe mich zurück und lasse den Mürrischen ausmuckeln. Vielleicht macht ihm das Grummeln irgendwann gar keinen Spaß mehr, wenn die Zuschauer fehlen.

Wir sollten lieber Ausschau halten, nach den Menschen, die einen Raum betreten und sofort gute Stimmung verbreiten. Die gibt es tatsächlich auch ;-) Wir sollten uns fragen, was machen diese positiven Menschen anders als ich? Oder wie gehen die mit Situationen um?

Dafür sollten wir unsere Energien verwenden und uns vielleicht die eine oder andere Denkweise abschauen und versuchen sie umzusetzen.

Ein bisschen mehr

Wollen wir nicht alle oftmals von allem ein bisschen mehr? Ein bisschen schlauer, schlanker, schöner oder erfolgreicher sein und denken uns, dass das Leben dann vielleicht ein bisschen einfacher wäre ?

Ich war in den letzten zwei Tagen bei einer Fortbildung. Der Dozent hat mich zum nachdenken gebracht. Der Mann war sooo intelligent, voller Wissen. Sagte von sich selbst, dass er sich gar nicht mit allem befassen könne was ihn so interessiert, sonst würde er noch verrückt.

Wie anstrengend muss so ein Leben sein!!

In meinen Kopf passen manchmal schon nicht alle Gedanken eines Tages. Ich geb es zu, manchmal ist es auch nur der Einkaufszettel für den kommenden Tag, der nicht mehr reinpasst. Zumindest mach ich mir darüber jetzt keine Gedanken mehr, sondern bin froh, dass ich so ein „Normalo“ bin…

 

Wecker klingelt

Natürlich kenne ich auch Phasen im Leben, in denen morgens der Wecker klingelt und der erste Gedanke ist: „Mist!“
Ich habe keine Lust auf den Tag. Ich will nicht! Blöder Job, verkorkste Beziehung und überhaupt alles doof und keine Lösung in Sicht. In diesen Zeiten hab ich mir angewöhnt (oder sogar antrainiert), als erstes darüber nachzudenken:
„Auf was kann ich mich an diesem Tag freuen?“

Manchmal ist es wirklich nur das leckere Essen in der Mittagspause. Manchmal ein schöner Film um 20:15 Uhr im TV. Wenn mir absolut nichts eingefallen ist, dann hab ich mir etwas gesucht.
Nachher gehst du bei dm vorbei, kaufst dir ein gut riechendes Duschgel und freust dich am Abend auf die Dusche. Was auch immer. Es muss nichts großes sein, aber irgendwas auf was man sich freuen kann, findest sich immer. Und schon fällt es ein klein bisschen leichter den Tag anzupacken.

Dusche putzen

Gestern hatte ich Besuch von meinem 22 jährigen Sohn. Er wohnt seit einigen Monaten in einer WG und erzählt mir von seiner neuesten Erkenntnis:

„Die Dusche reinigt sich beim Duschen gar nicht von selbst“.

Sie können sich vorstellen, wie ich mit offenem Mund geguckt habe.

Ich hab ihn dann gefragt, warum er nicht zu Haus mal die Dusche geputzt hat. Daraufhin sagte er: „ Die war doch immer sauber! Außerdem hätten wir ( ich hab zwei Söhne ) es sowieso nicht richtig gemacht“

So, ganz klar, wer hat den Fehler gemacht? Ich!

Ich hab da alle Fehler gemacht, die man machen kann. Was lernen wir daraus?

– Um Hilfe fragen

– abwarten können

– den anderen so machen lassen, wie er es möchte

– loben

– ggf. Verbesserungsvorschläge anbringen.

Das gilt nicht nur für alle Mütter, Duschen und Söhne dieser Welt, sondern für alle Fälle in denen man Hilfe möchte.

Wer ist wichtig ?

Wir wünschen uns doch alle geliebt und begehrt zu werden. Wer kennt nicht die Realität?

Oftmals finden wir einfach nicht den richtigen Partner, oder wir wissen den, den wir haben nicht zu schätzen. Der Alltag frisst die Gefühle auf und wir träumen uns in die Arme eines anderen. Wünschen uns selbstvergessene Knutschereien und tollen Sex. So wie früher…..

Ich habe darüber viele Gespräche mit einer Freundin geführt. Ist die Trennung die Lösung?

Bis zu dem Moment, an dem sie sehr krank wurde. Sie war absolut auf Hilfe angewiesen.

Und wer war für sie da? Ihr Mann!

In solchen Momenten des Lebens wird einem klar, auf was es wirklich ankommt. Wer ist für dich da, wenn es dir schlecht geht? Das sind die wirklich wichtigen Beziehungen ( egal ob Partner, Familie oder Freunde) die geachtet und wertgeschätzt werden wollen. Oftmals werden gerade die Mensche, die uns am nächsten stehen zu selbstverständlich für uns.

Hart sein

Kennen sie das Lied „Hey, sein nicht so hart zu dir selbst“ von dem Andreas Bourani?

Ich finde diese Zeile wunderbar und hab sie verinnerlicht. Wir sind oftmals strenger zu uns selbst, als zu unseren Mitmenschen. Wir legen die Messlatte sehr hoch und sind unzufrieden. Wir nörgeln, schimpfen und meckern mit uns selbst. Wenn man ein Kind ausschimpft, dann wird es meistens bockig. Wenn wir uns selbst ausschimpfen, dann wird unsere andere innere Hälfte auch bockig. Was bringt uns das? Nur einen inneren Kampf. Viel weiter kommen wir, wenn wir uns einfach mal so nehmen wie wir sind, mit unseren kleinen und großen Schwächen. Jeder von uns hat aber auch Stärken. Die sind uns nur so selbstverständlich geworden. Gehören ja seit Jahren oder Jahrzehnten zu uns. Diese Stärken sollten wir uns mal wieder bewusst machen. Wohlwollend betrachten und pflegen und vielleicht auch ein bisschen stolz auf uns sein.

Entscheidungen

In unserer Gesellschaft ist ja heutzutage alles möglich. Jeder kann tun und lassen was er möchte. Das ist schon toll! Allerdings scheitert es bei vielen oftmals nicht nur an der Umsetzung. Den Schritt davor, empfinde ich als viel problematischer. Erstmal zu wissen was man will. In allen Bereichen gibt es sooo viele Möglichkeiten. Es geht morgens los: Was ziehe ich an? Steht man vor dem Schockoladen oder Joghurt Regal wenn man kein entscheidungsfreudiger Mensch ist, hat man ein Problem. Oder man kauft wie ich immer den gleichen Joghurt. Da weiß man was man hat, ist aber auch furchtbar langweilig! Viel schlimmer sind ja die richtigen Entscheidungen. Was will ich wirklich? Nicht nur im Supermarkt, sondern im ganzen Leben. Wie soll mein Leben aussehen? Ich glaube nicht, dass die meisten Menschen an der Umsetzung scheitern, sondern daran, dass sie nicht wirklich wissen was sie wollen. Oder sich nicht trauen. Kennen sie den Moment, in dem man sich klar darüber wird, was man wirklich will? Das nimmt Druck weg und dann kommt man ganz automatisch ins Tun. Dann geht das Umsetzen fast von allein. Dann geht es mit voller Kraft in die eine Richtung, egal welche Hürden im Weg stehen. Deshalb, lassen sie sich Zeit mit ihren Entscheidungen, wägen sie sorgfältig ab, horchen sie in sich hinein, aber wenn sie sich sicher sind in welche Richtung der Weg geht, dann gehen sie mit mit voller Kraft voraus!!

Warten auf das große Glück?

Zwei Tage in Folge war ich auf zwei Beerdigungen. Die Verstorbenen waren alte Menschen, Freunde meiner verstorbenen Eltern. Liebe Menschen, die ich schon mein Leben lang kenne. Natürlich komme ich da ins Nachdenken.

Auch über die Endlichkeit des eigenen Lebens. Keine Angst, ich will hier jetzt nicht die Sinnfrage
diskutieren. Allerdings hab ich darüber nachgedacht, was wir eigentlich alle vom Leben erwarten. Das große Glück? In der Liebe, im Beruf und überhaupt? Während wir auf das Glück warten, sind wir unzufrieden. Und schwups ist das Leben vorbei…Vielleicht ist glücklich sein nicht auf Dauer
möglich. Vielleicht sollen es nur Momente des Glücks sein, an die wir uns in düsteren Zeiten erinnern können. Diese Momente machen das Glück so besonders. Ich glaube, wir sollten erst mal versuchen zufrieden zu sein. Zufrieden sein, ist sicherlich dauerhaft möglich. Das Ziel ist denke ich erreichbarer. Mit kleinen Schritten der Veränderung und der Denkweise. Dann stellen sich die Glücksmomente von selbst ein. Nicht immer, aber immer öfter. ;-)