Tipps und Gedanken


Vertrauen und Stolz

Gestern war ich mit meinem Patenkind bei strahlendem Sonnenschein auf dem Spielplatz. Ach, wie schön! Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich konnte viel von ihr lernen. Die Kleine ist 3,5 Jahre alt und noch so voller Vertrauen. Für sie ist es selbstverständlich, dass Tante Ulrike schon aufpasst, wenn sie die Leiter zur Rutsche hoch klettert. Sie ist auch voller Vertrauen in sich selbst: „ Guck mal Tante Ulrike, wie hoch ich schon schaukeln kann!“

Sie ist einfach stolz auf das, was sie schon kann und vergleicht sich nicht mit anderen.

Und genau das macht sie glücklich!

Wann geht uns das verloren? Dieses Vertrauen in andere und in sich selbst ?

Stolz auf sich selbst zu sein, so wie man ist?

Fangen wir irgendwann selber an uns mit anderen zu vergleichen oder kommt es durch erwachsene Menschen, die uns mit anderen Kindern vergleichen?

Egal wie, auf jeden Fall kann man sich von den Kindern da nochmal was abgucken.

Das ist meiner!

Ist es nicht oftmals so, wenn wir uns einer Sache sicher fühlen, dass wir uns gar nicht mehr drum kümmern und es kaum wahr nehmen? Bis zu dem Moment an dem einer um die Ecke kommt und es uns weg nehmen will. Dann werden wir wieder die kleinen Kinder, die heulen und toben, wenn man ihnen ein Spielzeug wegnimmt. Ist in ihrer Beziehung vielleicht grad Flaute ? Nichts mehr los im Bett? Eigentlich auch gar keinen Bock mehr auf den Partner? Dann spielen Sie mal mit sich selbst ein Spiel. Stellen Sie sich mal vor, dass da jemand kommt und ihnen den Partner versucht weg zu nehmen und mit ihm womöglich Sex hat. Waaaas? Nee, der ist meins!!! Wenn Sie so reagieren, dann kümmern Sie sich mal wieder um Ihren Partner und sagen ihm, wie wichtig er für sie ist. Sollten Sie aber sagen: „Soll er doch, mir egal!“ Dann war es zumindest einen Versuch wert….und Sie sollten vielleicht ihre Beziehung nochmal überdenken und sind dadurch auch einen Schritt weiter.

Muttertag

Natürlich muss auch ich am Muttertag an meine Mutter denken, aber auch an meinen Vater. Meine Eltern sind leider schon vor vielen Jahren verstorben. Ich glaube aber, dass sie die beste Erziehungsmethode beherrscht haben, die Eltern in der Erziehung ihrer Kinder überhaupt nur anwenden können. Sie haben mir vertraut und mich meine eigenen Erfahrungen machen lassen. Sicherlich fanden sie manche meiner Entscheidungen nicht richtig. Das haben sie dann auch kundgetan, aber mir dennoch immer die Sicherheit gegeben „Wir sind für dich da, auch wenn es schief geht!“

Erst heute, sooo viele Jahre später ist mir bewusst geworden, wie schwer das gewesen sein muss. Gerade jetzt wo meine eigenen Kinder ins Leben starten und ich dort selber oft an meine Grenzen stoße. Gerne möchte ich dann meinen Senf dazugeben und die Jungs in die richtige Richtung stupsen. Irgendwas von Lebenserfahrung faseln und sie natürlich vor dem Schlimmsten bewahren.

Die Frage ist nur, wie sollen die jungen Leute dann selber Lebenserfahrungen sammeln? Also nur Ratschläge erteilen, wenn man gefragt wird. Dann zurücklehnen, lächeln, winken und da sein, wenn’s schief geht!

Kümmer -Gen

Ich gehöre auch zu den Menschen mit dem „Kümmer – Gen“. Oftmals sind es ja Frauen, die gerne anderen helfen. In meinem Beruf ist das ja nun auch nicht die schlechteste Eigenschaft. ;-)

Mein Lebenspartner sagt oft den Satz: „ Wenn jeder an sich denkt, dann ist an jeden gedacht!“

Sie werden sich jetzt vielleicht denken: Meine Güte, was hat die Frau Birke sich denn da für einen egoistischen Partner ausgesucht?

So ist dieser Satz aber nicht zu verstehen. Er meint nur, dass jeder nur so viel geben kann, wie er zu geben hat. Sich nicht verausgaben. Leider vergessen wir das im Alltag zu häufig und denken uns:

„ Ach was, nun stell dich nicht so an, das kriegst du auch noch hin!“ Oder noch schlimmer, wir denken gar nicht mehr darüber nach, sondern funktionieren nur noch.

Vielleicht hilft es im Hinterkopf das Bild der erklärenden Stewardess im Flugzeug mit den Sauerstoffmasken zu haben. Erst einmal um sich selbst kümmern, bevor man anderen helfen kann…

Geheimnis

An ein Erlebnis aus meiner Kindheit kann ich mich noch sehr gut erinnern. Vielleicht auch, weil ich heute noch oft in gleicher Weise denke. Meine Eltern hatten sich einen Mercedes bestellt. Mir (ich war damals vielleicht 7 Jahre alt ) haben sie eingeimpft, dass ich nicht darüber im Dorf reden soll. Komisch! Ich hab das damals nicht verstanden und verstehe es heute noch nicht. Warum machen Menschen Geheimnisse aus Gegebenheiten, die über kurz oder lang doch für alle anderen ersichtlich sind? Was will man mit dieser Geheimniskrämerei bewirken? Dass die anderen nicht tratschen? Das tun sie doch sowieso und vielleicht dann erst recht. Egal, ob es positive Dinge sind, oder man durchs Abi fällt, sich scheiden lässt oder arbeitslos wird. Über längere Zeit lässt es sich nicht verheimlichen. Das vertuschen kostet doch nur ungemein viel Energie. Da ist es doch besser, einfach zu seinen Gegebenheiten und Entscheidungen im Leben zu stehen. Dann verlieren andere auch ganz schnell das Interesse darüber hinter vorgehaltener Hand zu reden.

Etwas mürrisch

Wir kennen sie alle, diese Mitmenschen… Wenn sie den Raum betreten schlägt die Stimmung um. Diese ewig mürrischen und unzufriedenen. Früher meinte ich immer den Grund der schlechten Stimmung ergründen zu müssen. War ich womöglich Schuld? Hab ich irgendwas Falsches gesagt oder getan? Ruck zuck überträgt sich die schlechte Stimmung auf einen selbst und man bekommt Bauchschmerzen. Es zieht einen runter und kostet alle Energie. Heute ziehe ich mir den Schuh nicht mehr an. Sollte ich tatsächlich Ursache der Missstimmung sein, dann ist es an dem anderen mir zu sagen, was ihm nicht passt. Dann kann man immer noch gucken, wie man mit der Situation umgeht. Ich ziehe mich zurück und lasse den Mürrischen ausmuckeln. Vielleicht macht ihm das Grummeln irgendwann gar keinen Spaß mehr, wenn die Zuschauer fehlen.

Wir sollten lieber Ausschau halten, nach den Menschen, die einen Raum betreten und sofort gute Stimmung verbreiten. Die gibt es tatsächlich auch ;-) Wir sollten uns fragen, was machen diese positiven Menschen anders als ich? Oder wie gehen die mit Situationen um?

Dafür sollten wir unsere Energien verwenden und uns vielleicht die eine oder andere Denkweise abschauen und versuchen sie umzusetzen.

Ein bisschen mehr

Wollen wir nicht alle oftmals von allem ein bisschen mehr? Ein bisschen schlauer, schlanker, schöner oder erfolgreicher sein und denken uns, dass das Leben dann vielleicht ein bisschen einfacher wäre ?

Ich war in den letzten zwei Tagen bei einer Fortbildung. Der Dozent hat mich zum nachdenken gebracht. Der Mann war sooo intelligent, voller Wissen. Sagte von sich selbst, dass er sich gar nicht mit allem befassen könne was ihn so interessiert, sonst würde er noch verrückt.

Wie anstrengend muss so ein Leben sein!!

In meinen Kopf passen manchmal schon nicht alle Gedanken eines Tages. Ich geb es zu, manchmal ist es auch nur der Einkaufszettel für den kommenden Tag, der nicht mehr reinpasst. Zumindest mach ich mir darüber jetzt keine Gedanken mehr, sondern bin froh, dass ich so ein „Normalo“ bin…

 

Wecker klingelt

Natürlich kenne ich auch Phasen im Leben, in denen morgens der Wecker klingelt und der erste Gedanke ist: „Mist!“
Ich habe keine Lust auf den Tag. Ich will nicht! Blöder Job, verkorkste Beziehung und überhaupt alles doof und keine Lösung in Sicht. In diesen Zeiten hab ich mir angewöhnt (oder sogar antrainiert), als erstes darüber nachzudenken:
“Auf was kann ich mich an diesem Tag freuen?”

Manchmal ist es wirklich nur das leckere Essen in der Mittagspause. Manchmal ein schöner Film um 20:15 Uhr im TV. Wenn mir absolut nichts eingefallen ist, dann hab ich mir etwas gesucht.
Nachher gehst du bei dm vorbei, kaufst dir ein gut riechendes Duschgel und freust dich am Abend auf die Dusche. Was auch immer. Es muss nichts großes sein, aber irgendwas auf was man sich freuen kann, findest sich immer. Und schon fällt es ein klein bisschen leichter den Tag anzupacken.

Dusche putzen

Gestern hatte ich Besuch von meinem 22 jährigen Sohn. Er wohnt seit einigen Monaten in einer WG und erzählt mir von seiner neuesten Erkenntnis:

„Die Dusche reinigt sich beim Duschen gar nicht von selbst“.

Sie können sich vorstellen, wie ich mit offenem Mund geguckt habe.

Ich hab ihn dann gefragt, warum er nicht zu Haus mal die Dusche geputzt hat. Daraufhin sagte er: „ Die war doch immer sauber! Außerdem hätten wir ( ich hab zwei Söhne ) es sowieso nicht richtig gemacht“

So, ganz klar, wer hat den Fehler gemacht? Ich!

Ich hab da alle Fehler gemacht, die man machen kann. Was lernen wir daraus?

– Um Hilfe fragen

– abwarten können

– den anderen so machen lassen, wie er es möchte

– loben

– ggf. Verbesserungsvorschläge anbringen.

Das gilt nicht nur für alle Mütter, Duschen und Söhne dieser Welt, sondern für alle Fälle in denen man Hilfe möchte.

Wer ist wichtig ?

Wir wünschen uns doch alle geliebt und begehrt zu werden. Wer kennt nicht die Realität?

Oftmals finden wir einfach nicht den richtigen Partner, oder wir wissen den, den wir haben nicht zu schätzen. Der Alltag frisst die Gefühle auf und wir träumen uns in die Arme eines anderen. Wünschen uns selbstvergessene Knutschereien und tollen Sex. So wie früher…..

Ich habe darüber viele Gespräche mit einer Freundin geführt. Ist die Trennung die Lösung?

Bis zu dem Moment, an dem sie sehr krank wurde. Sie war absolut auf Hilfe angewiesen.

Und wer war für sie da? Ihr Mann!

In solchen Momenten des Lebens wird einem klar, auf was es wirklich ankommt. Wer ist für dich da, wenn es dir schlecht geht? Das sind die wirklich wichtigen Beziehungen ( egal ob Partner, Familie oder Freunde) die geachtet und wertgeschätzt werden wollen. Oftmals werden gerade die Mensche, die uns am nächsten stehen zu selbstverständlich für uns.